Aufgabe der Wärmelehre (Thermodynamik)
ist es, makroskopische Eigenschaften der Materie durch geeignete physikalische
Größen zu beschreiben und allgemeingültige Beziehungen
zwischen diesen Größen aufzustellen. Die Zusammenhänge
der makroskopischen mit den mikroskopischen Eigenschaften der betrachteten
Systeme, bzw. die Ableitung makroskopischer Veränderungen werden
mit Hilfe der kinetischen Wärmetheorie hergestellt. Ihre Anwendung
liegt besonders in der Behandlung von Transportvorgängen (Wärmeleitung
usw.). Die kinetische Theorie beruht auf den physikalischen Gesetzen der
Mechanik - vieles kennen Sie also schon! - und stellt daher gewissermaßen
eine Erweiterung der Mechanik auf Systeme, die aus großen Teilchenzahlen
(Atome, Moleküle) bestehen dar. Hierfür werden Variable eingeführt,
die für das Gesamtverhalten des Systems charakteristisch sind.